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Bananenreife

Die Banane (Musa paradisiaca) ist nach dem Apfel die beliebteste Frucht in Europa, kann hier allerdings nicht angebaut werden. Fast alle Bananen, die bei uns gegessen werden, stammen aus Mittelamerika und den Philippinen. Dort werden die Bananen unreif geerntet und in Kühlschiffen nach Europa transportiert. Bei einer Temperatur von ca. 13 °C wird der Reifungsprozess völlig zum Stillstand gebracht. Erst in den europäischen Häfen wird die Reifung in speziellen Kammern durch Ethylen zu Ende geführt.

Ethylen ist ein Phytohormon, das bei allen Pflanzen für die Bildung und Reifung der Fruchtkörper sorgt. Ab einem bestimmten Reifungsgrad bilden die Bananen selbst Ethylen, aber erst durch zusätzliche Ethylenbegasung wird der Reifungsprozess kontrollierbar. Nach ca. 4 – 8 Tagen in der Reifekammer sind die Bananen bereit für den Verzehr.

Ethylen selbst ist ein hochentzündliches Gas, das in reiner Form nicht für die Bananenreifung eingesetzt wird. Reines Ethylen würde den Reifeprozess auch viel zu schnell ablaufen lassen, die Kontrolle wäre nicht mehr gegeben. Optimal ist ein Anteil von 4 Volumenprozenten Ethylen in Stickstoff. Diese Konzentration reicht für den Prozess aus und dieses Gasgemisch ist nicht mehr brennbar. Damit wird eine sichere und überwachte Reifung der Früchte möglich. Messer führt dieses Produkt unter dem Namen „Bananengas“.